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17.06.2024: Bochum verteidigt Mehrkampf-Titel

Bild: Bochum verteidigt Mehrkampf-Titel

Zum Saisonabschluss entwickelte sich auf den Billards des Bergisch Gladbacher Billard-Club 1926 e. V. ein bis zum Schluss spannendes Turnier um den Titel des Deutschen Mehrkampfmeisters 2024.

Knapper, als es auf den ersten Blick erscheinen mag, gelang es dem DBC Bochum, das Team von ABC Merklinde erneut hinter sich zu lassen: Beide Teams hatten am Ende 19:5 Partiepunkte erzielt, und Merklinde wies mit 39,58 (gegen 35,46) sogar den besseren Mannschafts-GD auf. Ausschlaggebend war das knappe 5:3 im direkten Vergleich zugunsten von Bochum.

Auf Rang drei landeten die Spieler der Billardfreunde Sterkrade, während sich das Team des BC Hilden mit dem undankbaren vierten Platz abfinden musste.

Zu Beginn des Turniers gab es mit 8:0 zwei glatte Siege. Für den DBC Bochum gegen Bfr. Strekrade fiel lediglich die Partie in der Freien Partie mit einer mäßigen Leistung von 50:16 aus dem Rahmen. ABC Merklinde gewann gegen den BC Hilden hingegen alle vier Disziplinen durch Erreichen der geforderten Ballzahlen.

Während im zweiten Durchgang für Hilden gegen Sterkrade lediglich Markus Melerski in der Freien Partie mit 250:7 in nur drei Aufnahmen gegen Michael Woidowski überzeugen konnte, gingen die anderen Begegnungen zugunsten von Sterkrade aus. Erwähnenswert ist dabei der Sieg von Gert van Beek, der im Cadre 71/2 beim Stand von 86:123 im Nachstoß mit einer Serie von 39 Karambolagen die Partie noch zu seinen Gunsten drehen konnte und damit dem BC Hilden die Chance auf ein Remis "vermasselte".

Im Spiel zwischen Bochum und Merklinde fiel bereits in der Freien Partie eine Vorentscheidung: Beim Stand von 159:250 gelang Horst Wiedemann im Nachstoß mit 91 Bällen der Ausgleich.

Dann sammelte John van der Stappen gegen Manuel Orttmann im Einband (100:28) zwei weitere Punkte für Bochum. Als dann aber Gert Jan Veldhuizen gegen Ludger Havlik im Cadre 47/2 mit seinem ungefährdeten 200:16 zum Ausgleich gesorgt hatte, hing alles von der Partie im Cadre 71/2 ab: Und lange sah es für den Merklinder Marek Faus gut aus, bis Mickel van Silfhout beim Stand von 83:129 mit 66 Bällen in Führung ging. Faus patzte nach nur einer Karambolage, was der Bochumer zum Erreichen der geforderten 150 Bälle nutzte. Da Faus im Nachstoß nur noch 15 Karambolagen erreichte, stand statt eines möglichen Unentschiedens am Ende ein Bochumer Sieg mit 5:3 Partiepunkten auf dem Ergebnistableau.

Damit stand Bochum scheinbar "unangefochten" an der Tabellenspitze. Doch Merklinde lauerte mit dem deutlich besseren Mannschafts-GD (42,38 : 31,43) auf einen Ausrutscher seines Kontrahenten. Andererseits würde Bochum zur Titelverteidigung bereits ein Remis ausreichen. Damit war vor der Schlussrunde für genügend Spannung gesorgt.

Die stieg auch bereits, als Thomas Berger (Bochum) gegen den Hildener Markus Melerski in der Freien Partie nach dem 19:250 in nur drei Aufnahmen das Queue einpacken musste, während Christian Pöther mit seinem 250:196 gegen Michael Woidowski die Merklinder in Führung brachte. Im Einband kam Bochum mit John van der Stappen zum ersten Sieg, denn er schaltete Thomas Wildförster mit 100:27 aus. Aber Merklinde legte mit dem hart umkämpften 66:43 von Manuel Orttmann gegen Gert van Beek erneut vor. Die Cadre-Partien mussten entscheiden.

Als Ludger Havlik nach nur drei Aufnahmen und einer Schlussserie von 191 Bällen dem Hildener Patrick Niessen mit 200:123 das Nachsehen gegeben hatte, war die Entscheidung zugunsten von Bochum bereits gefallen. Vielleicht war das auch der Grund, dass in der parallel verlaufenden Partie im Cadre 71/2 zwischen Sterkrade und Merklinde "die Luft raus zu sein schien": Denn Marek Faus und Uwe Matuszak sammelten ungewöhnlich viele Fehlaufnahmen, und das 124:71 von Faus bescherte zwar dem ABC Merklinde ein 8:0, was aber letztlich wieder nur zur Vizemeisterschaft ausreichte. Dass Mickel van Silfhout seine Partie gegen Manfred Roder mit 150:25 gewann, sei hier der Vollständigkeit halber erwähnt.

Die Siegerehrung wurde durch den Bundes-Sportwart Stefan Andres vorgenommen. Als Besonderheit hatte sich der Ausrichter noch eine Anerkennung für die beste Einzelleistung in den vier Disziplinen in Form eines "flüssigen" Präsents überlegt. Der Turnierleiter Klaus Neubauer übergab diese an folgende Spieler:

Freie Partie: Markus Melerski (BC Hilden) mit 83,33 (Höchstserie von 250!).
Einband: John van der Stappen (DBC Bochum) mit 7,14.
Cadre 47/2: Ludger Havlik (DBC Bochum) mit 66,66.
Cadre 71/2: Mickel van Silfhout (DBC Bochum) mit 18,75.

Abschließend dankte Horst Wiedemann vom glücklichen Siegerteam im Namen der beteiligten Teams dem Ausrichter für die perfekte Organisation und insbesondere den Helfern hinter den Kulissen für die "leibliche" Versorgung.

Textunterstützung: Klaus Neubauer
Foto: Karl-Heinz Sefrin