NEWS

Nachrichten-Suche
 
Ergebnisse pro Seite

20.11.2022: Billard-DM 2022: Sieben neue Deutsche Meister am Schlusstag

Bild: Billard-DM 2022: Sieben neue Deutsche Meister am Schlusstag

Pool-Billard 9-Ball: 
Nur in einer Disziplin nahm in diesem Jahr Nationalspielerin Tina Vogelmann an den Deutschen Meisterschaften teil. Diese reichte für die Baden-Württembergerin von BULL Leonberg-Höfingen allerdings, um mit einer Goldmedaille im Gepäck wieder die Heimreise anzutreten.

Im Endspiel gegen die Lübeckerin Angelina Lubinaz waren beide Kontrahentinnen bis zum 5:5 gleichauf, ehe Vogelmann auf 7:5 davonzog. Die junge Norddeutsche Lubinaz gab sich aber keineswegs geschlagen und glich zum 7:7 aus. Somit musste das letzte Rack entscheiden und hier hatte Vogelmann nach einem Foul von Lubinaz die Möglichkeit zum Sieg und wusste diese auch zu nutzen.

Bronze holten sich Anke Liepelt von der PBSG Wolfsburg sowie Kim Witzel (BC Oberhausen), die sich aber auch mit Gold im 8-Ball trösten darf.

Herren: 
Stefan Kasper kürte sich heute zum erfolgreichsten männlichen Teilnehmer bei den Deutschen Meisterschaften. Nach Bronze im 14/1-endlos und im 10-Ball, sowie Gold im 8-Ball, gewann der Memminger heute in toller Manier auch das 9-Ball Turnier. Im Finale gegen den Sieger des 10-Ball-Wettbewerbs, Ricardo Gutjahr (Leonberg-Höfingen), hatte Kasper von Anfang an das Heft des Handelns in der Hand und setzte sich immer weiter von seinem Kontrahenten ab. Mit 9:3 ging er schließlich als Erster über die Ziellinie und durfte sich anschließend von seiner bayerischen Delegation standesgemäß feiern lassen.

Die dritten Plätze teilten sich Luca Menn vom PBC Kohlscheid, der im Halbfinale gegen Gutjahr den Kürzeren gezogen hatte, sowie Marlin Köhler vom BC Mörfelden-Walldorf. Dieser hatte mit 5:9 das Nachsehen gegen Kasper, überzeugte aber zuvor im Viertelfinale mit einem 8:3 über Bundesligaspieler Lars Kuckherm (BC Oberhausen).

Ladies: 
Ihr erstes DM-Gold gewann heute Veronika Kordian. Die Babelsbergerin schlug zunächst im Semifinale die Dingolfingerin Sigrid Glatz und später im Finale Susanne Wessel (BV Herne) gar mit 5:2. Beim Zwischenstand von 2:2 verpasste Ex-Europameisterin die Neun und musste im Folgenden mit ansehen, wie Kordian davonzog und letztlich als Siegerin den Tisch verließ.
Nervenstärke hatte Susanne Wessel allerdings zuvor im Halbfinale bewiesen, als sie Titelverteidigerin Birgit Heidorn (BSG Hannover) mit einem 5:4 auf den Bronzerang verwies.

Senioren: 
Neuer Deutscher Meister wurde in dieser Spielklasse heute Markus Kamuf vom BSF Kurpfalz. In einem rein baden-württembergischen Finale setzte sich der EM-Dritte gegen seinen Nationalmannschaftskollegen und Freund Steffen Gross vom PBC Bad Schussenried mit 8:4 durch.
Auch im Halbfinale hatte Kamuf schon seine Vormachtstellung unter Beweis gestellt, als er den Alt-Internationalen Dirk Stenten (PBC Kohlscheid) mit 8:3 auf den Bronzerang verwies. Etwas unschön endete derweil das zweite Semfinale zwischen Gross und Harald Stolka. Der Münchner schlug nach einem misslungenen Ball mit dem Queue auf dem Tisch auf und erhielt damit seine dritte gelbe Karte im Laufe der zehn Turniertage. Dies führte bei 3:5-Rückstand zum sofortigen Spielverlust.

Snooker Herren: 
Seinen zweiten DM-Titel seiner Karriere holte heute Richard Wienold von der TSG Heilbronn. In einem hochklassigen Finale gegen den Stuttgarter Umut Dikme war der groß gewachsene Wienold letztlich mit 4:1-Frames siegreich.
In den ersten beiden Frames holte der Heilbronner jeweils einen großen Rückstand mit einer Clearance und Breaks von 47 und 46 noch auf und ging mit 2:0 in Führung. Dikme ließ sich aber nicht entmutigen und antworte in Frame drei seinerseits mit einem 63er Break.

Danach beruhigte sich das Geschehen ein wenig, doch immer wieder zum Vorteil Wienolds. Den vierten Frame sicherte er sich dank einer 31 mit 67:34 und im fünften Durchgang hatte er knapp mit 61:45 die Nase vorne.
Binnen einer Stunde waren zuvor die Halbfinals zu Ende gegangen. Mit jeweils 0:3 zogen der Hamburger Robin Otto sowie Jan Eisenstein (SC 147 Essen) den Kürzeren und erhielten somit die Bronzemedaille.

Dreiband Herren, Matchbillard: 
Seiner Vormachtstellung in Deutschland gerecht wurde Weltklassespieler Martin Horn. Der Berliner spielte sich mit mehrheitlich großartigen Matches mit Schnitten jenseits der 2,0 bis ins Finale und übernahm auch hier vom Fleck weg das Kommando gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Ronny Lindemann (BCC Witten).
Schon zur Halbzeit hatte Horn eine größere Distanz zwischen sich und seinen Widersacher erspielt und brachte diese Führung kontrolliert über die Ziellinie. Letztlich lautete der Endstand 40:13 nach nur zwanzig Aufnahmen.

Die dritten Plätze gingen derweil an Cengiz Karaca (BC International Berlin) und Jens Eggers vom BC Weywiesen. Beide konnten in ihren Matches gegen Horn und Lindemann nicht viel Gegenwehr leisten, waren mit der Bronzemedaille aber auch sehr glücklich.

Eurokegel:
Zum dritten Male wurde diese noch junge Billard-Disziplin nun im Rahmen der Deutschen Meisterschaften ausgetragen und zum dritten Male heißt der Sieger Eric Baldermann vom SV Leukersdorf. 
Im Finale gegen den Neuruppiner Sven Reich verliefen die ersten beiden Sätzen der Partie äußerst knapp und beide Widersacher sicherten sich je einen Durchgang. Danach übernahm dann aber Eric Baldermann das Kommando und beendete die Partie mit Satzergebnissen von 100:60 und 100:44.

Während Eric Baldermann zuvor sein Semifinale gegen den Bergedorfer Clemens Philippen sicher mit 3:0-Sätzen gewinnen konnte, ging die Partie von Sven Reich gegen den Freiberger André Hehne über die volle Distanz.
Mit 1:0 und 2:1-Sätzen war Hehne schon vorne gelegen, doch Sven Reich kam zurück und sicherte sich mit einem hauchdünnen 100:92 im letzten Satz den Finaleinzug. Für André Hehne blieb also nach Silber im Vorjahr diesmal die bronzene Medaille.

Damit enden nun insgesamt 16 Tage Billardsport im nordhessischen Bad Wildungen. An den ersten sechs Tagen hatte noch der Nachwuchs in der Wandelhalle im Kurpark das Sagen, ehe dann die Erwachsenen übernahmen und an zehn Turniertagen insgesamt 29 neue Deutsche Meister*innen ermittelten. Die Veranstaltung verlief über die komplette Zeit sehr harmonisch und sah herausragende sportliche Leistungen. Auch den Schiedsrichter*innen wurden in allen Billard-Disziplinen sehr gute Leistungen attestiert, die für den reibungslaufen Verlauf eines solchen Events unabdingbar sind.